Ich bin Coach und Moderatorin, Mutter und Marathonläuferin, pendle zwischen Welten und Städten. Das ist spannend! Und wundervoll! Und es fallen Geschichten und Erkenntnisse ab, die ich Ihnen und Euch erzählen möchte. Einmal wöchentlich, in meinem Blog.

Wunsch versus Willen

Es gab vor einigen Monaten in der Philosophie-Zeitschrift Hohe Luft (kann ich nur jedem ans Herz legen), einen Leitartikel zum Unterschied zwischen Wunsch und Wille. Und der war hochspannend.

Der Wunsch, die weichere Form, die auch fern jeder Realität träumerisch in uns sein und bleiben kann. Ich wünsche mir eine Beach-Babe-Super-Haarpracht (ja, etwas weiter entfernt von der Realität entfernt und für mich so nicht zu erreichen), ich wünsche mir einen neuen Bundesinnenminister (wahrscheinlich ebenfalls nicht). Versus dem Willen, der für das Unverrückbare steht – und der deshalb zu einer Handlung führen muss, weil wir ihn ganz proaktiv angehen können. Der Wille will umgesetzt werden.

Das Interessante an vielen von uns ist: wir haben einen klaren Willen. Wir wollen etwas verbessern an unserer Situation, wir wollen mehr Geld verdienen, erfolgreicher sein, stärker, gesünder, mehr bei uns, geduldiger, achtsamerdünnerflexiblerschöner: BESSER. Wollen wir. Das ist kein Wunsch. Weil wir wollen es ja in die Realität bringen, es soll nicht als hübscher Traum in uns weiter wabern. Aber in Wahrheit ist es ist auch noch kein echter Wille. Weil wir nicht in die Handlung kommen. Weil das Unbedingte fehlt. Der Moment, in dem wir uns trauen zu starten.

Was uns fehlt, in unseren Wunschwillen, ist die dahinter liegende Kraft. Willenskraft.

Wenn wir das Bild, das wir von uns sehen, unsere eigene Vision von uns und unserem Leben, in die Realität übersetzen wollen, dann müssen wir eine Kraft in uns aufbauen und trainieren und immer größer werden lassen: unsere Willenskraft nämlich. Diese Kraft funktioniert wie ein Muskel. Je häufiger wir sie benutzen, desto stärker wird sie. Aber genau wie beim gezielten Muskeltraining: alleine ist es so irre schwer, den Anfang zu machen. Wir brauchen erstmal einen Profi, einen Trainer, der uns die richtigen Übungen zeigt und uns auf den Weg bringt.

Ich weiß, es wird viel gelästert im Moment, über den Beruf Coach. Gefühlt wird jeder, der seinen Job verliert, aus dem Burnout kommt, dem gerade nichts besseres einfällt, Coach. Aber das ist nur ein Gefühl. In Wahrheit gibt es zwei Drittel mehr Yogalehrer in Deutschland als Coaches und die wenigsten von uns können allein von ihrem Coaching-Geschäft leben.

Aber es werden mehr werden. Weil wir nämlich gebraucht werden. Weil wir, wenn wir gut sind und es ernst meinen, genau die sind, die Menschen helfen, ihre Wünsche zu pflegen und ihre Willenskraft aufzubauen. Sie so zu trainieren, dass sie dranbleiben. Sie groß zu machen. So groß, dass Wünsche zu Willen werden und Willen zu Wirklichkeit. Wünsche ich mir. Will ich. Und gelingt mir, gemeinsam mit meinen Klienten.


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